.Elterngespräch.

07/11/2009

__Butterfly_Eyes___by_Photo_manipsObwohl ich grad daheim bin und auch das gesamte WE zuhause verbringen darf, geht es mir grad nicht gut. Ich fühle mich wie innerlich zerbrochen. Traurig, überfordert und allein. Ach man. Dabei dürfte es mir grad gar nicht schlecht gehen. Ich versteh das nicht. Ich versteh MICH nicht.

Diese Woche war wieder mal recht wechselhaft. Montag ging’s mir nicht so gut. Hab mich ja am Montag Vormittag vor meiner Therapeutin wiegen müssen. Naja, das hab ich irgendwie rum gebracht und die Zahl war echt okay. Hatte  mich ja am WE extrem in alles rein gestresst, hatte totalen Horror vor dem Wiegen, so dass ich’s tatsächlich geschafft hab, am Montag über zwei Kilogramm weniger auf die Waage zu bringen als am Freitag davor. Das ist natürlich nicht Sinn und Zweck der Sache und ich mache mir damit selbst auch was vor aber ich konnt net anders. Weiß auch net.

Am Dienstag kam ja dann ENDLICH meine Flori ♥ wieder. Hach, war das schööööön, sie nach fünf langen Tagen endlich wieder zu sehen.

Am Mittwoch hatten wir ein langes Gespräch. Ich hab ihr erzählt, was in den fünf Tagen so passiert ist, in denen sie nicht da war. U.a. hab ich ihr natürlich auch erzählt, dass ich mich letztendlich doch GEGEN das Gespräch mit meinen Eltern entschieden habe. Daraufhin fragte sie mich, warum ich mich SO entschieden habe. Und dass es soooo wichtig wäre. Dieses Gespräch. Dass sie mir ohne dieses Gespräch vielleicht drei Monate gibt und ich dann wieder an dem Punkt angekommen bin, an dem ich vor der Therapie stand. Sie hat mir so eindringlich geraten, dass ich dieses Gespräch unbedingt  durchziehen soll. In erster Linie nur für mich. Und ich weiß, dass sie damit Recht hat. Ich weiß, dass ich an den grundlegenden Dingen etwas ändern muss, um die momentanen Symptome in den Griff zu bekommen. Nur an der Oberfläche zu „kratzen“ bringt vielleicht kurzfristig was aber längerfristig gesehen, bringt das wohl kaum was. Die Flori hat gesagt, dass sie mich SO gern hat und dass sie sich für mich so sehr wünscht, dass ich das mit dem Gespräch schaffe. Aber ich hatte und HABE so ne enorme Angst davor, dass ich ständig gesagt hab, dass ich das nicht schaffe. Dann  meinte die Flori wieder, dass sie nach dem Gespräch für mich da ist und mich keine Sekunde allein lässt. Dass sie bei mir ist und  mich unterstützt wo sie nur kann. Das war so lieb von ihr. Anschließend  hat sie mich wieder gedrückt. Das tut immer sooo gut. Ich hab im Grunde echt ein Problem damit, wenn Leute mich umarmen. Das kann ich nur bei ganz wenigen Leuten zulassen. Aber bei ihr war das noch nie ein Problem. Im Gegenteil. Das ist immer soooo schön.

Naja, jedenfall bin ich dann ins Zimmer gegangen und hab überlegt. Und ich hatte Panik. Die Vorstellung, dass meine Eltern ins BKH kommen und ich zusammen mit meiner Therapeutin über meine Probleme mit meinen Eltern reden werde ist der Oberhorror. Dann kam auch die Flori nochmal  und hat nochmal mit mir geredet. Ich hatte an dem selben Nachmittag nämlich noch nen Termin zum Einzelgespräch mit meiner Therapeutin. Und die Flori sagte, ich soll ihr das sagen. Ich soll  ihr sagen, dass ich das Gespräch trotzdem will. Man, ich hätt am liebsten geheult. So schreckliche Angst hat mir allein die Vorstellung gemacht, ein Angehörigengespräch zu führen. Und die Flori hat gesehen, wie beschissen es mir ging und sie meinte, ich soll doch weinen. Aber ich konnte nicht. Und überhaupt konnte ich nur zweimal vor ihr weinen. Ich kann meine Gefühle so gut wie nie wirklich nach außen hin zeigen, ich will mich immer zusammen reißen und nicht weinen. Dabei wäre das so wichtig. Aber an dem Tag konnte ich mal wieder nicht. Obwohl mir so sehr danach war.

Naja, am Nachmittag hatte ich ja dann das Einzelgespräch. Und ich hab der Frau N. ganz vorsichtig erzählt, dass ich mir nochmal Gedanken über ein mögliches Gespräch mit meinen Eltern gemacht habe. Und dann hab ich sie nochmal gefragt, was genau ich alles sagen sollte. Und sie meinte, das bleibt allein mir überlassen. Also ich soll natürlich schon gewisse Dinge ansprechen. Und sie wird auch sagen, dass ich ne „emotional instabile Persönlichkeitsstörung“ (= Borderline) habe. Aber ich muss z.B. nicht sagen, dass ich mich oft mit Medis abschieße. Naja, jedenfalls haben wir noch paar so Einzelheiten besprochen und abgemacht, dass ich das also wirklich in Angriff nehmen werde. Im Grunde weiß ich, dass es richtig ist aber es macht mir soooo ne Angst, dass ich jetzt, hier vor’m Laptop schon wieder zu heulen angefangen hab. Vor lauter Angst.

Hätt ich die Flori nicht gehabt, hätt sie nicht so viel Geduld mit mir gehabt und auf mich eingeredet und mir gut zugeredet, hätt ich niemals den Mut gehabt, das überhaupt nochmal bei meiner Therapeutin anzusprechen.

Nur ist das Blöde, dass das Gespräch nun am Dienstag um 17.00h stattfindet. Und an dem Tag hat meine Flori Frühdienst. Das heißt, sie ist an dem Abend nicht da. Und ich weiß, dass ich zu 98% total durchknalle nach dem Gespräch. Meine Eltern werden fertig sein, evtl. wird meine Mutter zu weinen anfangen und beide werden geschockt sein, wenn sie hören, wie’s mir WIRKLICH geht. Und mir wird’s unendlich beschissen gehen, ihre Reatkionen mitzuerleben. Ich hab ja jetzt schon Schuldgefühle weil ich weiß, sie werden wegen mir fix und fertig sein. Ich bin der Grund, weshalb es ihnen am Dienstag und die Zeit danach sicherlich mies gehen wird. Das ertrag ich nicht. Und ich hab so Angst, danach dann durchzuknallen. In solchen Momenten kann ich auch net ruhig bleiben  und mit ner anderen Schwester reden. Da setzt’s bei mir meistens komplett aus. Man, ich hab so Angst. Vor dem Gespräch und davor, was kurz drauf passiert, dass es mir super beschissen gehen wird und dann hab ich vor den Tagen und Wochen danach Schiss. Davor, wie meine Eltern dann mit mir und dem, was ich ihnen gesagt hab, umgehen werden. Mir ist grad richtig schlecht. Allein die Gedanken daran lösen schon die totale Megapanik in mir aus. Mir fällt kein Augenblick meines Lebens ein, vor dem ich mehr Angst hatte als vor diesem Gespräch. Und das ist nicht nur ein bisschen Angst. Das ist viel, viel mehr. Panik. Richtige Panik. Scheiße.

Der Donnerstag und Freitag waren okay.

Naja und jetzt geht’s mir grad wie gesagt net so gut. Ich fühl mich schrecklich allein und unendlich einsam. Obwohl dann ne Freundin zu mir kommt. Außerdem bin ich absolut traurig und down und alles erscheint mir schon wieder so unendlich aussichtslos. Woher kommen denn immer wieder diese ätzenden Gefühle?! Wie  kann ich die weg kriegen?! Ich weiß es nicht.

Meine Freundin kommt gegen 20h zu mir. Dann woll’n wir bissl was trinken und danach auf die Kneipennacht gehen. Darauf hab ich mich doch eigentlich schon gefreut. Und jetzt?! Keinen Bock mehr. Ich will lieber allein sein. Schon der Gedanke an die vielen Leute macht mir Angst. Dann die gute Stimmung usw. Das passt grad alles gar nicht zu meiner Stimmung. Fühl mich jetzt schon so überfordert mit allem. Besonders mit mir selbst. Also bleibt mir dann nix anderes übrig, als zu saufen. Denn nüchtern ertrag ich den Abend sicherlich nicht.

Ach ja und so gegen 19h muss ich im BKH anrufen. Wie’s mir geht. Und diesmal werd ich das auch machen. Denn heut ist die Flori da. Und wenn ich nicht anrufe, dann wird sie mich anrufen. Ich musste ihr meine Nummer aufschreiben. Hm…

Vorhin war ich im Tierheim. Ich glaub, ich möchte ein Tier. Ich mein, ich hab zwar meinen süßen Papagei  aber der ist ja bei meinen Eltern. Ihn kann ich nicht zu mir holen, da er immer jemanden um sich herum braucht. Er würde vereinsamen, wenn er die neun Stunden, die ich täglich arbeiten gehe, alleine wäre. Das kann ich ihm nicht antun. Daher hab ich jetzt nach nem Tierchen Ausschau gehalten, welches auch gut diese neun Stunden (zusammen mit nem Partner versteht sich) allein verbringen kann, ohne dass es sich allein fühlt. Ich möchte auf keinen Fall ein Tier neun Stunden lang täglich allein lassen. Aber manchen Tieren macht das nix aus, wenn sie paarweise gehalten werden. Ich würde mir auch niemals nur ein einziges Tier anschaffen. Also hab ich mich vorhin im Tierheim beraten lassen. Und ich hab mich für zwei Ratten entschieden. Ratten sind schlau, sie brauchen den Menschen und die Nähe und Zuwendung, sie können Kunsstücke lernen und werden zahm. Und sie können auch gut allein sein, wenn sie nen Partner haben. Und im Tierheim kamen vor ca. 10 Tagen ganze 16 kleine Baby-Ratten zur Welt. In ca. vier Wochen werden die getrennt und ich kann zwei Geschwisterchen haben. Brauch halt dann noch nen Käfig und Zubehör und so. Und der Zeitpunkt ist auch perfekt. Denn in 2 1/2 Wochen werd ich ja entlassen. So hab ich dann noch genügend Zeit, mir Zubehör wie Käfig usw. zuzulegen und dann kann ich die beiden Rattis holen. Ich brauch einfach ein, bzw. zwei Lebewesen um mich herum. Grad für die Zeit, in der ich mich immer so einsam fühle. Ich denke, wenn ich zwei so kleine Tierchen um mich herum habe, das wird mir gut tun. Ja, auf jeden Fall. Und die beiden werden es gut haben bei mir.

Ach übrigens: am Dienstag, während der Kochgruppe hat meine Diätassistentin mich gebeten, mal mit in ihr Büro zu kommen. Ich sollte ihr halt erzählen, wie’s bei mir grad so läuft und so. Und dann irgendwann meinte sie „Frau xx, ich würd Sie am liebsten mit nach Hause nehmen, weil Sie so ne Liebe sind“. *smile* Das hat mich so gefreut, als sie das gesagt hat!

Eigentlich wäre ich ja ab dem 11.11. in der Tagesklinik. Jedoch hab ich mich mit meiner Therapeutin drauf geeinigt, das noch nen Tag rauszuschieben. Denn Dienstag ist ja das Gespräch. Und gleich am Mittwoch, also einen Tag später allein heim fahren und den Abend allein verbringen, das macht mir Angst. Also bleib ich lieber noch ne weitere Nacht stationär. Aus Angst vor meiner Reaktion und so. Ob’s dieser eine Tag jetzt raus reißt, weiß ich nicht. Wahrscheinlich wird’s am Donnerstag genauso schlimm werden wie am Mittwoch. Aber dennoch gibt mir der Tag mehr auch ein wenig mehr Sicherheit und das nimmt mir etwas die Angst…

Na gut, für heut komm ich dann mal zum Ende. Höchstwahrscheinlich werd ich morgen ein kurzes Edit zum heutigen Abend schreiben. Also zum Telefonat mit der lieben Flori und zum Kneipenfest. Also dann bis morgen!!

[@Lyra: hab dir vorhin noch unter meinem letzten Eintrag auf deinen Kommi geantwortet!]

EDIT, 08.11.2009, 14.15h:

Sooo, hier das versprochene Edit.

Gestern hab ich so kurz vor 20h im BKH angerufen. Hab natürlich voll damit gerechnet, meine Flori am anderen Ende der Leitung „in Empfang zu nehmen“. Doch es war „nur“ die Marion dran. Sie ist auch ne total Liebe, ich mag sie sehr, sehr gern. Aber wie gesagt, ich hatte fest mit der Flori gerechnet. Und umso verdatterter war ich dann auch. Die Marion sagte gleich, dass ich sicherlich mit der Flori gerechnet hab. Sie hat sofort gespürt wie verdutzt ich war. Aber mir war sofort klar, dass es der Flori schlecht gehen muss weil sie doch nicht auf Station war. Sie war die letzten beiden Tage schon krank. Und am Mittwoch Abend sah sie auch echt schlecht aus. Und so war’s auch. Die Marion erklärte mir, dass die Flori zwar in der Arbeit war, es ihr dann aber so schlecht ging, dass sie wieder nach Hause musste. Man, die Arme! Hoffentlich geht’s ihr bald wieder gut!!!

Naja, hab dann kurz mit der Marion telefoniert und so ne halbe Stunde später kam dann auch schon meine Freundin  zu mir. Und mir war sowas von überhaupt GAR nicht nach Weggehen. Ich hatte diese blöden Feelings in mir drin, war total lustlos und schlapp irgendwie. Aber wir hatten ja schon so lang ausgemacht, dass wir zum Kneipenfest gehen, also hab ich mir auch nix anmerken lassen und bin natürlich mit gegangen. Erst haben wir bei mir bissl was getrunken und dann sind wir losgezogen.

In der ersten Kneipe haben wir uns gleich mal von drei Typen einladen lassen. War witzig. Kurz drauf sind wir wieder raus und haben uns auf den Weg zu ner anderen Kneipe gemacht. Auf dem Weg haben wir drei andere Typen kennen gelernt und sind mit denen mitgelaufen. In der nächsten Kneipe hab ich dann zwei weitere Typen kennen gelernt, die mir auch fleißig Getränke spendiert haben. *g* Und ich hab einige bekannte Leute getroffen, mit denen ich ne ganze Weile gequatscht habe. Irgendwann sind wir dann wieder weiter zur nächsten Kneipe. Da haben wir dann erstmal abgedanced. Tat gut. Anschließend weiter zur nächsten Kneipe. Und da war’s der Oberhammer!!! Die hatten da so ne ca. 2 Meter hohe Empore gebaut, wo zu Beginn des Festes ne Band gespielt hatte. Da standen noch Schlagzeug, Gitarre, Bass und ein Sessel. Man konnte da oben grad so stehen ohne an der Decke oben anzustoßen. Und als wir da in diese Kneipe rein kamen, hat schon keine Band mehr gespielt. Es waren nur noch die Musikinstrumente oben. Das sah so witzig aus. Die Instrumente und dieser Sessel in zwei Metern Höhe. Ich meinte dann so zu meiner Freundin, dass ich gern mal da hoch möchte und hab nen Typen gebeten, mich hochzuheben. Der hat das dann gleich gemacht und mich mit nem anderen Kerl da rauf gehoben. Ich musst soooo lachen. Es sah so komisch aus, da ganz oben zu sitzen und den totalen Überblick über all die anderen Leute zu haben. Meine Freundin wurde dann auch noch hoch gehoben zu mir und wir haben uns gekringelt vor lachen. Da nur noch aufgelegt wurde und ja keine Live-Musik mehr gespielt hat, haben wir da oben mitgesungen und im Sitzen abgerockt. Kurz drauf kam dann der R. Er ist Sänger in ner Band. Den haben sie dann auch zu uns hoch gehoben und er hat sich hin gestellt, sich ein Mikro und die Gitarre der eigentlichen Band, die da vorher gespielt hatte, geschnappt und hat gesungen. Und plötzlich kamen mehr und mehr Leute rein. Kurz drauf sind meine Freundin und ich aufgestanden und haben da oben zur Musik getanzt. Und alle haben hoch geschaut und geklatscht und getanzt und uns dreien zugejubelt. Nach ner Weile kam ein anderer Kerl mit hoch, hat sich ans Schlagzeug gesetzt und einfach mit gespielt. Nach etwa ner weiteren halben Stunde kam ein anderer Typ und hat sich den Bass geschnappt. Und so hatten wir ne total zusammengewürfelte Band, die echt ALLES gegeben haben und wir beide haben da oben über all den Leuten da unten getanzt. Das war sooo cool. Ich hab zwar immer wieder mal an die kommende Woche gedacht. An das Gespräch mit meinen Eltern, an das Wiegen morgen, an die Verlegung in die Tagesklinik am Donnerstag usw. Aber ich hab das sofort immer verdrängt und ganz, ganz weit weggeschoben. Hat auch super geklappt. Meine Freundin und ich, sowie die Jungs, die gespielt und gesungen haben, haben Freigetränke auf’s Haus bekommen weil wir so ne Stimmung gemacht haben. *lach* So gegen 4.00h haben wir dann Schluss gemacht  und sind dann auch so langsam wieder gegangen. Aber natürlich lang noch nicht nach Hause sondern nochmal zum chillen in ne andere Kneipe. Gegen 5.15h sind wir dann so langsam Richtung meine Wohnung gelaufen, wo wir um 5.30h ankamen. Dann hab ich erstmal geduscht, nochmal kurz ins Internet geschaut und um 6.30h bin ich auch mal ins Bett gegangen. Geschlafen hab ich bis eben. Also so bis 13.30h.

Der Abend gestern, bzw. heute war so super, echt. Das hat total gut getan. Und es ist ja meistens so, dass wenn man nicht wirklich Lust hat und nicht so sonderlich gut drauf ist und nix erwartet, es dann immer am Besten wird. Und so war’s gestern auch total. Es war ein hammer Abend. Ich hab auch einige Bilder gemacht, die sind soooo witzig.

Und jetzt denk ich zwar noch viel an den Abend, wie toll und wie witzig das war aber mehr und mehr kommen jetzt wieder die Gedanken an die kommende, schwere Woche durch. Und ich kann’s kaum mehr verdrängen. Das hat gestern funktioniert aber grad irgendwie nicht mehr. Naja, muss ich irgendwie durch.

Werd so in ner Stunde zu meinen Eltern fahren, da vielleicht ne Kleinigkeit essen, dann bissl TV schau’n und danach muss ich ja dann auch schon wieder los Richtung BKH.

Ich meld mich irgendwann zwischen Donnerstag und Samstag/Sonntag wieder. Bis dann, macht’s gut!!


.Durchwachsen.

01/11/2009

Meine Woche war sehr durchwachsen.

Montag war beschissen. Mir ging’s da richtig mies. Außerdem hab ich am Nachmittag voll angefangen zu zittern. Mich hat’s richtig geschüttelt, so sehr, dass ich meinen Körper kaum mehr unter Kontrolle hatte. Mein Blutdruck war für meine Verhältnisse um einiges zu hoch und mein Puls war immer wieder mal zwischen 120 und 130. Und das, obwohl ich im Bett lag/saß. Also völlig in Ruhe. Am Nachmittag kam dann die Schwester Christa zu mir, hat mir ihre Hand auf den Rücken gelegt und gesagt, ich soll in ihre Hand atmen. Also gegen ihre Hand halt. Daraufhin wurde das Zittern besser. Anschließend sollte ich zu meiner Therapeutin. Aber ich konnt da überhaupt net in Ruhe dort sitzen und mich unterhalten. Hatte ja zu tun, dass ich mich irgendwie unter Kontrolle halte.

Leider war die liebe Flori ♥ an dem Tag nur bis 14h da. Aber so lang sie da war, hat sie sich soooo lieb um mich gekümmert. Sie hat mich ganz, ganz fest gedrückt und lange im Arm gehalten und zu mir gesagt „mein schönes Mädchen“. Das war so lieb von ihr. Und sie hat die ganze Zeit meine Hände gehalten und mich beruhigt. Da gingen mein RR und mein Puls dann auch schnell wieder etwas runter. Naja, den restlichen Tag hab ich irgendwie noch überstanden.

Dienstag und Mittwoch war so lala. Dienstags hab ich ja immer kochen. Und ich hasse es nach wie vor.

Am Mittwoch hatte ich volles Programm. Am Nachmittag hatte ich u.a. Einzelgespräch. Meine Therapeutin wollte von mir, dass ich mich entscheide. Entweder, an der Grundlage, also an der Basis meiner Probleme arbeiten (Beziehungen zu anderen, angefangen von der Family, über Partnerschaft bis hin zu Freundschaften) oder noch grob ein paar Dinge bezüglich meiner ES bearbeiten. Da gibt’s aber nur noch so zwei, drei Punkte und sonst sind wir mit der Therapie soweit dann eigentlich am Ende angekommen.

Und mir ist klar, dass es besser wäre, die Grundlage zu bearbeiten. Eben die grundlegenden Dinge, bei denen ich starke Probleme habe und die dann erst zu meiner ES führten. Hab das auch der Frau N. gesagt. Also dass mir das wichtiger wäre. Sie wollte halt ein Angehörigengespräch mit meinen Eltern führen. Also mit meinen Eltern UND mit mir versteht sich. Gut, ich hab erstmal eingewilligt. Aber als sie dann sagte, dass ich ihnen wenn dann schon ALLES sagen soll, auch EINZELHEITEN, hab ich mich total dagegen gesperrt. Ich hätt meinen Eltern evtl. sagen können, dass ich ne ES hab und dass das alles ein weit größeres Ausmaß einnimmt, als sie es denken. Aber ich bin nicht bereit, ihnen Einzelheiten zu erklären. Zum Beispiel das Kotzen, das Ritzen, das Schlucken von Medis. Nee, das schaff und das will ich net. Also haben wir uns dann doch nur drauf geeinigt, weiter am Problem meiner ES zu arbeiten. Und da es da nicht mehr soooo viel gibt, steht nun endgültig der Entlasstermin. Und zwar werd ich am 11.11. in die Tagesklinik wechseln und am 24.11. werd ich entlassen.

Ich weiß nicht. Wirklich glücklich bin ich mit dieser Entscheidung jetzt nicht. Ich hätt schon gern die Basis meiner Probleme bearbeitet. Aber ich bin irgendwie noch nicht bereit dazu. Das ist mir definitiv echt zu heftig. Aber ich hab ja noch meine ambulante Therapeutin. Vielleicht schaff ich’s mit ihr zusammen. Ich will das auf keinen Fall schon ausschließen, dass ich das vielleicht doch mal irgendwann in Angriff nehmen werde. Aber jetzt hier, im BKH nicht mehr.

Naja und diese oder nächste Woche werden wir ne Konfrontation vor dem Spiegel machen. Also quasi ne Stunde, in der ich mich vor nen großen Spiegel setzen soll und wir meine Körperschemastörung mal in Angriff nehmen werden. Und davor graut mir ja sooooo sehr!!! Ich HASSE es, mich so ne lange Zeit in so nem großen Spiegel anzusehen. Noch dazu vor meiner Therapeutin. Ganz, ganz schrecklich, echt. Ich hab voll den Horror davor!!

Und den gleichen Horror hab ich vor morgen. Manno! Da muss ich mich vor meiner Therapeutin auf die Waage stellen. Ich krieg ne Krise, echt!!! Und das hab ich mir auch noch selbst eingebrockt. Und zwar hab ich mich während der letzten drei Wochen zwar gewogen, mich aber nie in die Liste eingetragen, in die man das Gewicht dann immer rein schreiben muss. Und ich hab’s auch nicht dem Pflegepersonal gesagt. Und vorgestern ist denen halt aufgefallen, dass seit drei Wochen kein Gewicht mehr bei mir drin steht. Also meinte meine Therapeutin, dass ich mich jetzt sofort (also Freitag Nachmittag) vor der Schwester Christa wiegen soll. Hab dann zur Christa gesagt, dass ich mich NICHT vor ihr wiegen werde und hab ihr mein Gewicht vom Morgen gesagt. Sie meinte dann aber, dass die Frau N. gesagt hat, ich soll mich jetzt vor ihr wiegen. Ich hab m ich aber wieder geweigert. Mir war mein Gewicht ja am Morgen schon viel zu viel und dann am Nachmittag?? Noch dazu vor ner Schwester?! Nee, ging gar net. Und natürlich bin ich dann der Frau N. über’n Weg gelaufen und die meinte dann, dass wir beide jetzt zum wiegen gehen. Und ich wieder „nee“. Sie fragte mich, warum ich das sooo schlimm finde. Aber man! Ich hab nunmal ein Problem mit dieser Zahl! Mir fällt’s ja schon schwer, das jemandem zu sagen, geschweige denn es auch nur aufzuschreiben. Frau N. meinte dann, dass es somit halt nochmal realer wird. Also wenn es jemand anderes sieht/weiß. Und so isses auch. Ich mein, bisher wusste nur ich mein Gewicht. Aber es dann auch noch anderen zu sagen, das ist irgendwie wie ein Schlag ins Gesicht für mich. So voll die Realität eben. Und die will ich nicht wahr haben. Naja, jedenfalls komm ich doch nicht drum herum. Jetzt haben wir vereinbart, dass ich mich dann am Montag vor ihr wiegen muss. MAN!!! Mich stresst das total!!!!!! TOOOTAAAAAL!!! *heul*

Am Donnerstag hatte ich voll den Durchhänger. Donnerstag war auch der Tag, an dem die Claudia nach Hause gegangen ist. Mit ihr hab ich mir sieben Wochen lang das Zimmer geteilt und wir haben uns grad am Schluss echt richtig gut verstanden. Und ich hab ja letzte Woche schon ne Neue ins Zimmer bekommen. War mir das ja schon zu viel… Naja jedenfalls bin ich am Donnerstag schon mit voll dem schlimmen Gefühl aufgewacht. Unendliche Traurigkeit und Schmerz. Weiß auch net. Es war echt schlimm. Und naja, dann hat die Claudia noch ihre restlichen Sachen gepackt und schon kam auch ne Neue ins Zimmer rein. Und man, sie ist echt sooo fett. Nix gegen etwas dickere Leute. Ich mein, man kann sich ja pflegen. Ich hab nix gegen Dickere, die dennoch auf sich achten und sich dementsprechend kleiden. Aber DIE!!!! Nee, eklig, echt. Sorry aber es ist so. Ich bin zwar von vornherein immer sehr, sehr skeptisch neuen Leuten gegenüber… Aber wenn die nett sind, kann ich meine Skepsis auch so nach und nach ablegen. Aber die war mir dann einfach zu heftig. Noch dazu labert die mich mit nem Quatsch voll, der mir sowas von am A*** vorbei geht. Noch dazu ging’s mir grad an dem Donnerstag halt auch echt super mies. Ich hätt ständig, echt ständig in Tränen ausbrechen können und war depressiv ohne Ende. Richtig schlimm. Und dann kommt ständig irgendein Mist von der!! Die hat doch gesehen, wie fertig ich war. Und dass ich keinen Kopf für irgendwelche belanglosen Unterhaltungen hatte!!

Naja, jedenfalls ging ich dann – so mies wie ich auch drauf war – zur Gruppentherapie. Und das fand ich kaum auszuhalten. Also nicht das Thema an sich, das war nicht so schwer oder schlimm aber einfach meine eh schon sehr traurige Grundstimmung, dann der Abschied von der Claudia und noch andere Dinge, die mir so im Kopf rum geistern. Ich musste während der Gruppenthera echt aufpassen, dass ich auch „da“ bleibe und dem Geschehen irgendwie folgen kann.

Gestern meinte meine Therapeutin dann zu mir, dass sie der Meinung ist, ich hätte während der Gruppe dissoziiert. Ich war aber auch total weit weg. Ganz in mir drin irgendwie. Ich mein, ich kenn das. Mir geht’s öfters mal so, wenn ich unter mehreren Leuten bin. Dass ich mich da irgendwie ausklinke. Aber dass das schon Dissos sind, wusste ich nicht. Aber was soll’s. Wie dem auch sei – es ging mir richtig mies am Donnerstag.

Aber half alles nix, denn grad an dem Tag hatte ich nen Termin bei meiner Chefin. Ich hab ihr gesagt, dass ich vor hab, ne Umschulung zu machen, dass ich denke, dass der Job mich auf Dauer einfach nur noch fertiger macht, usw. Und man, ich weiß gar net, was ich sagen soll. Sie hat sooo super reagiert. Sie hält zu mir. Egal, wie ich mich entscheide. Sie will nicht, dass es mir weiterhin so mies geht und wenn ein Jobwechsel besser für mich ist, dann soll ich das auch machen. Man, sie ist echt ein Goldstück. Als wir uns dann verabschiedet haben, hat sie mich wieder ganz fest gedrückt. Das war echt schön!

Und am Abend war ich dann mit ein paar anderen von meiner Station Bowlen. Im Grunde war der Abend schön. Aber da ich eh so verdammt schlecht drauf und down war, hab ich mich auch an dem Abend immer wieder mal gedanklich ganz weit weg gebeamt. Wie so oft. Es war teilweise kaum auszuhalten da unter den „vielen“ Leuten und der guten Stimmung.

Naja, am Freitag ging’s mir aber glücklicherweise schon wieder etwas besser.

Seit gestern bin ich ja jetzt daheim. Und gestern der Tag war mies. Hab zweimal gefressen und zweimal gekotzt. Und ich hatte stark das Bedürfnis, Medis zu schlucken. Hab ich zwar nicht gemacht aber naja, es war trotzdem blöd. Und ich hab mich wieder so schrecklich allein und traurig gefühlt. Eigentlich hätt ich im BKH anrufen sollen, wenn ich kotze oder es mir halt net gut geht. Aber ich hab mich net getraut. Weiß auch net. Zunächst hab ich gar net dran gedacht. Ich hab einfach angefangen zu essen und zu kotzen. Da hab ich überhaupt gar net dran gedacht, dort anzurufen. Und danach dann dacht ich, jetzt brauch ich auch nimmer anrufen. Mist man! Und jetzt hab ich voll das schlechte Gewissen weil ich eigentlich versprochen hatte anzurufen, wenn es mir net gut geht und wenn was nicht funktioniert (wie eben das Essen). Und jetzt weiß ich net, was ich machen soll. Soll ich das nun heut Abend oder morgen ansprechen, dass ich mich nicht an die Vereinbarung gehalten hab oder soll ich lieber nix sagen?! Einerseits weiß ich ja, ich tu das alles nur für mich und ich sollte schon ehrlich sein, sonst bringt mir das alles ja nix. Aber ich hab auch Schiss, dass die mich dann nächstes WE net heim lassen. Denn grad am nächsten Samstag ist hier bei uns Kneipenfest und da freu ich mich schon soooo lang drauf!!! Ach manno, jetzt hab ich voll die Gewissensbisse und bin hin- und hergerissen. Und die Flori kommt erst am Dienstag wieder. *manno* Ich weiß net, was ich machen soll. Momentan tendiere ich dazu, es zu sagen. Zwar net heut, denn da ist „nur“ unser Pfleger da. Der ist zwar echt ein ganz Lieber aber mit dem kann ich net so gut reden. Mal schau’n. Sollte mich morgen meine Thera ansprechen, wie das WE lief, ich glaub, ich würd’s ihr schon sagen. Und was, wenn sie mich net fragt?! Ich weiß net, ob ich’s von selbst sagen werd. Am Dienstag der Flori würd ich’s aber schon sagen. Ach man, ich weiß noch net, mal schau’n.

Hab mir übrigens „Activity“ für Erwachsene (also ab 18 Jahren) gekauft. Das haben wir am Freitag Abend gespielt. Und das Spiel ist der Oberhammer! Ich hab soooo gelacht! Kann das also nur empfehlen!!!

Man, nur noch 1 1/2 Wochen vollstationär. Ich hab Angst. Also ich mein, ich freu mich natürlich darauf, dass ich in meinem eigenen Bett und ALLEIN in meiner Wohnung schlafen kann. Aber ich hab dennoch Bammel, wie das so wird an den Abenden und so. Und noch mehr Angst hab ich, was NACH der Klinik wird. Ich weiß ja noch gar net, wie das jetzt arbeitstechnisch werden wird. Ich häng da grad total in der Luft und das ist furchtbar. Von der Agentur für Arbeit hab ich bezüglich der Umschulung noch nix gehört. Und jetzt weiß ich net, was ich nach dem BKH machen soll. Soll ich so lang daheim bleiben, bis ich was von der AfA höre? Aber das kann noch dauern. Oder soll ich doch heuer schon wieder zurück in meinen alten Job?! Aber davor graut mir total. Ich hab schon totale Panik und Magenkrämpfe, wenn ich nur daran denke. Und ich denke, sobald ich wieder dort bin, bin ich wieder genauso überfordert wie eh und je. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es recht schnell geht und ich ganz bald wieder total fertig mit der Welt bin. Ach man, ich hab keinen Plan, was ich nach der Klinik machen soll. Hab ganz, ganz große Angst davor, echt.

So, so viel für heute. Je nachdem, ob ich nächstes WE nach Hause darf, meld ich mich wieder.

Macht’s gut und nen guten Start in den November!!


.Gemischt.

25/10/2009

The_Golden_Fae_Wood_by_DesigningDivasJoa, was soll ich sagen. Keine Ahnung. Also irgendwie geht’s mir grad gemischt.

Einerseits gut weil ich daheim bin, weil ich gestern bei der S. und den süüüüßen Hundels war und weil ich heut endlich mal wieder in meinem eigenen Bett schlafen konnte.

Andererseits geht’s mir nicht so gut weil ich mein Gewicht nicht akzeptieren kann, weil ich heftigste Aggressionen gegen mich selbst habe und kaum mehr dagegen ankämpfen kann, weil ich ne Neue, super durchgeknallte Person in mein Zimmer im BKH bekommen habe und weil am Donnerstag die andere aus meinem Zimmer geht, mit der ich die letzten sieben Wochen zusammen in eben diesem Zimmer verbracht habe.

Die Neue ist mir soooo unheimlich. Ich hab echt richtig Angst vor ihr. Sie hat oftmals nen total irren Blick drauf, so total besessen irgendwie. Und sie hat schon Dinge losgelassen, die sind einfach nur krank. Ich mag hier nix Genaues über sie schreiben… Ist besser so. Aber sie macht mir echt unheimliche Angst. Hatte gleich in der ersten Nacht, nachdem sie zu uns kam nen Albtraum von ihr. Ich fühl mich soooo unwohl und krieg teilweise richtig Herzrasen, wenn ich ne Weile mit ihr allein im Zimmer bin. Nur glaubt mir das keiner so wirklich. Die denken irgendwie alle, ich übertreibe oder so.

Naja, jedenfalls geht die C. am Donnerstag nach Hause. Dann bin ich mit dieser Person allein!! Wahrscheinlich wird schnell wieder ein Zugang kommen. Aber das ist dann auch wieder ne neue Situation. Einmal diese Frau, die mir echt Angst macht und dann nochmal jemand Neues. Ich hab echt Angst. Ehrlich. Zimmer wechseln geht auch net. Ist kein weiteres Bett frei.

Und mit der Tagesklinik, das zieht sich nun doch nochmal länger hin. Einmal weil wir grad bei wichtigen Themen in der Einzeltherapie angekommen sind (v.a. geht’s um Beziehungen – ob partnerschaftlich, zur Family oder allgemein zu anderen Menschen) und dann weil sich bei meiner Bedarfsmedikation was geändert hat. Oh man!! Grad jetzt, wo ich mich so irre unwohl im Zimmer fühle, hätt ich mich direkt auf die TK gefreut. Außerdem regt’s mich total auf, dass mir zuerst gesagt wird, dass ich in die TK wechseln kann und dann auf einmal heißt’s wieder, dass das nun doch net klappt. Ich schätze, es wird sich mindestens noch um zwei weitere Wochen verschieben. Oh man!!!

Am Montag war ich ja auf der Beerdigung von der Schwester H. Und es war der Hammer!!! Die Kirche war komplett überfüllt. Der Vorplatz vor der Kirche war komplett voll mit Menschen. Der Weg vom Vorplatz zur Straße war überfüllt und auch auf der Straße standen noch massig Leute. Vor der Kirche wurden schon extra Lautsprecher aufgestellt. Es war hammer, ehrlich. Die Schwester H. war einfach ein so lieber Mensch, jeder mochte sie. Man konnte sie einfach nicht NICHT mögen. Man MUSSTE sie einfach gern haben. Sie hat weit über 1000 examinierte Krankenschwestern/-pfleger ausgebildet. Wahnsinn. Naja, jedenfalls war das eine sehr würdevolle Beerdigung. Ich bin echt total froh, dass ich daran teilhaben konnte.

Oh man, mir graut so vor Donnerstag, wenn die C. nach Hause geht.

Ich glaub, ich werd demnächst mal Ausgang beantragen um mit meiner Chefin zu sprechen und klar Tisch zu machen. Ich möcht ihr „gern“ sagen, dass ich vorhabe, ne Umschulung zu machen. Sie ist halt immer so lieb zu mir, sie hält mir meinen Arbeitsplatz frei und sie mag mich und sie sagt immer wieder, dass ich mir die Zeit, die ich brauche, auch nehmen soll. Egal, wie lang ich „krank“ und in stationärer Behandlung bin. Ich soll mir Zeit lassen und so lang hält sie mir meinen Arbeitsplatz frei. Aber dabei hab ich gar nicht vor, wieder dahin zurück zu gehen. Und das fühlt sich so mies an. Ich komme mir vor, als würde ich sie total hintergehen. Und das halt ich nicht länger aus. Ich muss es ihr einfach sagen. Ich MUSS ihr einfach sagen, was ich denke und was ich vorhabe. Sie war und ist immer so lieb zu mir und sie hat’s verdient, dass ich ehrlich zu ihr bin. Und das will ich jetzt endlich mal in Angriff nehmen. Möchte aber diese Woche (am Mittwoch – da hab ich Einzelgespräch) meine Therapeutin mal nach ihrer Meinung fragen. Und dann werd ich nen Antrag auf Ausgang stellen und meine Chefin mal fragen, wann sie mal Zeit für mich hätte. Denn ich hab ihr gegenüber echt totale Gewissensbisse. Ich MUSS es ihr einfach sagen!!

Gestern Nachmittag überkam mich urplötzlich wieder ein Anflug von solch tiefer Traurigkeit und Einsamkeit. Aber ich hab’s ausgehalten und bin ja dann zur S. gegangen. Der Abend mit ihr, den Hundels und der Sx., die auch da war, hat mich gut abgelenkt. Aber grad überkommt  mich schon wieder so ein schreckliches Gefühl. Ich fühl mich so furchtbar einsam, allein, leer, traurig… Normalerweise würd ich mich jetzt wegbeamen… Vielleicht nehm ich jetzt mal eine meiner Bedarfsmedis. Und dann mal weiterschau’n.

Jo, so viel also zu meiner Woche.

Ich werd mich dann wohl wieder nächstes Wochenende melden.

Bis dahin – macht’s gut!

Und vielen, vielen Dank für’s Lesen, für die vielen lieben Kommis von euch und dass ihr mir nach wie vor treu seid!!! Das bedeutet mir wirklich unheimlich viel!!! DAAAAAANKE euch allen!!!