Den Text hier find ich absolut super und einfach verdammt wahr:
Bulimie bedeutet… (von Alina Jeremin)
Bulimie ist nicht einfach nur ein bisschen zuviel essen und dann aus Reue kotzen.
Bulimie ist nicht einfach nur eine Phase, die von alleine vergeht.
Bulimie ist nicht einfach nur ein bisschen krank sein, zum Doktor gehen, und gesund herauskommen.
Bulimie ist Sterben, und doch Weiterleben.
Bulimie ist Aufgeben, und doch Weiterkämpfen.
Bulimie ist keine Disziplinlosigkeit. Bulimie ist absoluter Kontrollverlust.
Bulimie ist nicht ein 2. und 3. mal nachschenken. Bulimie ist ein Wochenvorrat von sämtlichen Nahrungsmitteln, Resten bis hin zu rohen Lebensmitteln, wenn nichts mehr den Wahn sättigen kann.
Bulimie ist nicht zum Klo zu rennen, um sich schnell wieder des Essens zu entledigen. Bulimie ist zum Bad zu kriechen, zu hoffen, dort auch anzukommen, bevor der pralle und schmerzende Magen platzt.
Bulimie ist nicht nur den Finger in den Mund stecken, und alles wieder loswerden. Bulimie ist die Hand fast bis zum Gelenk und noch weiter in den Rachen zu schieben, weil sich der Magen nahezu weigert, auch nur irgendeines seiner erworbenen Lebensmittel wieder rauszurücken.
Bulimie ist nicht sich nach erfolgreichem Übergeben zufriedenzustellen. Bulimie ist sich anschließend wieder auf die Waage zu kämpfen, um zu überprüfen, ob nun wirklich kein Gramm mehr angezeigt ist.
Bulimie ist nach langem Dahinvegetieren endlich wieder Gefühle zeigen, denn Bulimie ist endlich weinen können.
Bulimie ist eine Konzentration der großen, weiten, gefährlichen und furchteinflößenden Welt auf eine Welt der simplen Mathematik, die berechenbar wird.
Bulimie wird in eine überschaubare Welt von Kalorienzählen, Waageanzeigen, Sportminuten und Dauer der eingenommenen Lebensmittel bis hin zur Verdauung unterteilt. Bulimie ist das Wissen der Naturgesetze, wie etwa dass Schokolade keine halbe Stunde benötigt, bis der Körper die Kalorien aufgenommen hat.
Bulimie bedeutet Streß, Zeitdruck und damit das Trainieren der Organisation.
Bulimie bedeutet Timen, wann man alleine und ungestört ist, wieviel man in welchem Zeitraum essen kann, wann man anfangen muss, es wieder loszuwerden, wie lange sich die Dauer der Entledigung ziehen kann, wie oft sich die Prozedur wiederholt.
Bulimie bedeutet nicht, irgendwann mit erhobenem Zeigefinger von Mitmenschen zur Besserung ermahnt zu werden. Bulimie bedeutet, irgendwann von seinen Schwestern auf dem Flur zwischen Küche und der bereits offenen Badezimmertür gefunden zu werden. Bewusstlos liegend, inmitten von Blut und Erbrochenem.
Bulimie bedeutet, als letzten Gedanken vor der Ohnmacht nur jene Angst zu haben, es nicht mehr rechtzeitig zu schaffen, diesen schweren Klumpen aus dem Magen zu befördern.
Bulimie bedeutet als einzige Angst zu haben, als fettes Schwein beerdigt zu werden.
Bulimie bedeutet, jede Hilfe abzulehnen, die einem angeboten wird. Bulimie bedeutet jede Hilfe als Zerstörung der schönen, kleinen, simplen Mathematik-Welt anzusehen.
Bulimie bedeutet auch Angst vor dieser Mathematik-Welt – davor, dass man nicht weiß, wieviele Kalorien man nun aufgenommen hat, Angst davor, nicht zu wissen, was die Waage als nächstes anzeigt.
Bulimie bedeutet, jede Zahl auf der Waage als Niederlage zu sehen, wenn sie größer ist, als erhofft. Jede Zahl, die größer als Null ist, ist eine Niederlage.
Bulimie bedeutet vom Arzt gesagt zu bekommen, dass jeder weitere Rückfall, die unmittelbare Ursache eines Herzinfarkts sein könnte… und irgendwann auch sein wird.
Bulimie bedeutet sich diese Gefahr immer vor Augen zu halten, wenn man beschließt, doch eine Kleinigkeit gegen den quälenden Hunger zu essen.
Bulimie bedeutet zu wissen, dass jeder Bissen einen erneuten Fressanfall auslösen kann.
Bulimie bedeutet sich langsam bewusst zu machen, dass jeder Bissen zum Mord an sich führen könnte.
Bulimie bedeutet zu ahnen, dass während des Schreibens dieser Zeilen, eine andere Person sich zum ersten Mal den Finger in den Hals steckt, um einen Kuchen, den man zuviel verdrückt hat, wieder loszuwerden.
Bulimie bedeutet Einsamkeit und Isolation. Bulimie bedeutet, mit niemandem darüber reden zu können, schweigen zu müssen.
Aber Bulimie bedeutet für andere ja doch nur, einmal mehr keine Disziplin und aus Reue ein bisschen gekotzt zu haben.
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Und auch diesen Text find ich super geschrieben, denn genau DAS ist der Alltag mit Bulimie:
Ich habe Tage über dem Klo verbracht.
Ich habe Massen von Essen verschlungen.
Ich habe nicht schlafen können, vor Schmerzen.
Ich habe gekotzt, weil ich nichts mehr fühlen wollte.
Ich habe gekotzt, weil ich etwas fühlen wollte.
Ich habe gegessen, weil ich kotzen wollte.
Ich habe gekotzt, um weiter essen zu können.
Ich konnte nicht schlafen, aus Vorfreude wegen all dem Essen, am nächsten Tag.
Ich bin aufgestanden, habe mich nicht einmal gewaschen, sondern gleich gefressen.
Dann hab ich mich gewaschen, aber nur, um nach draußen zum Bäcker gehen zu können.
Ich habe bei 5 verschiedenen Bäckern Gebäck gekauft, um nicht aufzufallen.
Ich kannte das Angebot – die besten, und leckersten Sachen von jedem dieser Bäcker auswendig.
Ich bin mit dem Essen nach Hause gerannt.
Ich habe schon beim Kotzen an das nächste Fressen gedacht.
Ich bin zum Supermarkt gefahren.
Ich habe Tüten von Essen gekauft.
Ich habe alles davon aufgefressen. Teilweise schon auf dem Rückweg.
Ich habe mir Kekse gebacken.
Ich habe den rohen Teig gefressen.
Ich habe mir wieder Kekse gebacken.
Als sie fertig waren, habe ich alle aufgefressen.
Ich bin zum Dönerkepab gelaufen.
Ich habe auf dem Rückweg schon alles verschlungen.
Ich habe während dem Kotzen Gott angebetet, mich jetzt sterben zu lassen.
Ich bin nicht gestorben, also habe ich weiter gefressen.
Ich habe erst aufgehört, als ich Blut erbrochen habe.
Ich bin ins Bett gegangen und habe mich vor Schmerzen zusammengerollt.
Ich habe mich wieder auf das ganze Essen am nächsten Tag gefreut.
Ich habe Tage so verbracht.
Ich habe Nächte so verbracht.
Ich fuhr kurz vor Ladenschluss zum Supermarkt.
Ich kaufte Unmengen an Fressen.
Ich hatte Angst, an der Kasse erwischt zu werden, dass man es mir ansieht.
Ich habe Nachts um 2 den 5 Fressanfall des Tages bekommen.
Ich hatte in meinem Zimmer einen Eimer stehen, in den ich kotzte.
Ich habe mir später eigene Eimer gekauft.
Ich habe diese Eimer immer noch an ihrem Platz stehen.
Ich habe diesen Eimer tagelang nicht entleert.
Ich habe Essen geklaut, weil ich kein Geld mehr hatte.
Ich habe Kaugummi geklaut, um den Geruch nach Erbrochenem wegzubekommen.
Ich habe Abführmittel genommen.
Ich habe geschissen und geschissen.
Ich habe geschissen, bis nur noch der Tee, den ich kurz zuvor getrunken hatte und Blut auszuscheißen möglich war.
Ich habe mich 30 mal am Tag gewogen.
Ich konnte mich nicht mehr im Spiegel ansehen.
Ich habe bei McDonalds gekotzt.
Ich habe im Restaurant gekotzt.
Ich habe in der Mensa gekotzt.
Ich habe in der Schule gekotzt.
Ich habe im Urlaub gekotzt.
Ich bin extra früher aufgestanden, um vor der Schule noch mein Frühstück auszukotzen.
Ich bin im niedrigsten Gang Fahrrad gefahren und musste absteigen und laufen, weil ich nicht mehr konnte.
Ich kam dadurch immer wieder zu spät.
Ich saß in der Schule und hatte Angst aufzustehen und umzukippen.
Ich saß in der Schule und habe mich aufs Fressen gefreut.
Ich habe nichts mehr für die Schule getan um zu fressen.
Ich habe die Schule geschwänzt um zu fressen.
Meine Mutter dachte, ich nehme Drogen, weil meine Augen so glasig waren und ich so dunkle Schatten unter den Augen hatte.
Meine Schwester dachte das gleiche.
Ich habe gelogen und betrogen.
Ich dachte, ich würde über der Toilette sterben.
Ich habe überlebt.
Bulimie ist nichts Spaßiges ist. Es ist die reinste Hölle.
Bulimie ist nicht, mal eben ein wenig von seinem Mittagessen wieder auszukotzen. Vielleicht ist es das am Anfang noch.
Aber die Bulimie erobert sich mehr und mehr Raum. Die Hemmschwelle, sinkt immer mehr. Was passiert wird einem immer und immer egaler. Man denkt jeden Tag, zu jeder Stunde nur noch ans Fressen.
Man hasst sich selber für seine “Willenslosigkeit”.
Aus einmal die Woche kotzen wird plötzlich jeden Tag, dann macht man es 8 mal täglich. Man schafft es nicht mehr, irgendetwas in sich zu behalten.
Man verliert irgendwann die Kontrolle komplett.
Dann ist es zu spät und man wird sterben müssen.
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Und hier nun noch einige wichtige Fakten und Informationen über Magersucht und Bulimie:
(Quelle: Buch “Hungrige Zeiten, Überleben mit Magersucht und Bulimie” von Annika Fechner; becksche reihe)
Die Folgenden Fakten und Informationen finde ich persönlich wahnsinnig informativ. Es sind nicht die üblichen Infos, die man überall liest, sondern meiner Meinung nach noch tiefgreifender und genauer. Ganz besonders interessant finde ich den “Zusammenhang mit anderen psychischen Störungen”.
Auftreten und Entstehen:
In Deutschland leiden etwa 5 Prozent der Frauen zwischen 14 und 35 Jahren an Magersucht und Bulimie. Während Magersucht häufig während oder kurz vor der Pubertät ausbricht, manifestiert sich die Bulimie oft um das achtzehnte Lebensjahr herum. Beide Krankheitsbilder betreffen nach wie vor zu 95 Prozent Frauen, allerdings kann die Dunkelziffer der betroffenen Männer deutlich höher liegen, da hier die Scheu, sich wegen einer Essstörung in Therapie zu begeben, oftmals sehr groß ist.
Essstörungen sind vornehmlich Probleme der westlichen Industrienationen, in denen einerseits Nahrung ständig und im Überfluss vorhanden ist, und in denen andererseits ein Schönheitsideal angestrebt wird, das deutlich unter dem durchschnittlichen Normalgewicht liegt. Fast jedes zweite Mädchen zwischen 11 und 13 Jahren in Westeuropa hat bereits Erfahrung mit Diäten, und etwa 40 Prozent der nomal-oder untergewichtigen weiblichen Jugendlichen fühlen sich zu dick. Wenngleich Essstörungen quer durch alle sozialen Schichten hindurch vorkommen, so existieren für Magersucht und Bulimie doch besondere Risikogruppen, etwa Sportlerinnen, Ballettschülerinnen, Gymnasiastinnen, Studentinnen und Patientinnen mit Diabetes Mellitus. Außerdem tragen genetische, familiäre und individuelle Persönlichkeitsfaktoren zur Entstehung dieser Erkrankungen bei.
Diagnosekriterien:
In der ICD-10 (International Classification of Mental and Behavioral Disorders) der Weltgesundheitsorganisation WHO wird die ANOREXIA NERVOSA (Magersucht) nach volgenden Kriterien diagnostiziert:
~ BMI mindestens unter 17,5
~ selbst herbeigeführter Gewichtsverlust durch:
* übertriebene körperliche Aktivitäten, selbstinduziertes Erbrechen, Missbrauch von Abführ- oder Entwässerungsmitteln
~ Körperschemastörung
~ Ausbleiben der Menstruation bei Frauen.
Die Kriterien für die BULIMIA NERVOSA sind:
~ andauernde Beschäftigung mit Essen, Gier nach Nahrungsmitteln, Essattacken
~ Gefühl des Kontrollverlusts während des Essens
~ Vermeidung von Gewichtszunahme durch:
* selbstinduziertes Erbrechen, Missbrauch von Abführmitteln, zeitweilige Hungerperioden, Missbrauch anderer Medikamente
~ krankhafte Furch, dick zu werden
~ Auftreten dieser Verhaltensweise mindestens zweimal in der Woche über einen Zeitraum von drei Monaten
Zusammenhang mit anderen psychischen Störungen:
Im Kontext einer Essstörung treten häufig weitere psychische Störungen auf. So leiden etwa 50-75 Prozent der an Magersucht und Bulimie Erkrankten an einer depressiven Störung, 25 Prozent der Anorexiepatienten entwickeln eine Zwangsstörung, 2,5 – 10 Prozent erkranken an Schizophrenie; bis zu 91 Prozent der Bulimiker leiden an Angstzuständen, und eine Borderline-Persönlichkeitsstörung wird bei 10 Prozent aller Magersüchtigen oder Bulimikern diagnostiziert.
Therapie:
Bislang gibt es keine eindeutigen Beweise für die bessere Wirksamkeit einer bestimmten Therapierichtung. Es hat sich jedoch als sinnvoll erwiesen, in den Bereichen Gewichtssteigerung sowie Abstinenz von Erbrechen, Medikamenten und selbstschädigenden Verhaltensweisen mit verhaltenstherapeutischen Elementen zu arbeiten. Weder alleinige Psychotherapie noch ausschließliche
Wiederauffütterungsmaßnahmen führen bei untergewichtigen Patienten zu anhaltenden Erfolgen. Bei besonderer Schwere der Symptomatik und/oder ungünstigen familiären und sozialen Konstellationen kann oftmals eine stationäre Therapie – eventuell auch in Form von Intervallen – angezeigt sein. Ambulante Nachbetreuung ist indes unerlässlich, denn erfahrungsgemäß sind gerade die ersten Monate nach der Entlassung die heikelsten. Eine rein medikamentöse Therapie ist nicht sinnvoll, die zusätzliche Gabe von Antidepressiva kann jedoch von den Betroffenen als Unterstützung empfunden werden.
Aussicht:
Was den langjährigen Verlauf von Magersucht und Bulimie betrifft, so existieren hauptsächlich Studien für die Anorexie. Ganz allein lässt sich jedoch Folgendes festhalten:
~ etwa 30 Prozent der an Magersucht und Bulimie Errkrankten genesen vollständig
~ bei 30 Prozent tritt eine Stabilisierung ein, während die Symptome der Essstörung nach wie vor vorhanden sind und es immer wieder auch zu Rückfällen kommen kann
~ 30 Prozent chronifizieren in ihrer Krankheit
~ etwa 10 Prozent sterben an den Folgen oder durch Suizid.
Damit sind Essstörungen die psychische Krankheit mit der höchsten Sterblichkeit.


Hallo Sternenstaub,
ich bin eher zufällig über deine Seite gestolpert.
Nachdem ich mir alles angeschaut und durchgelesen habe, bin ich wenigstens etwas schlauer was das Thema Bulimie betrifft. Meine Frau ist leider vor 2 Jahren mit 32 Jahren an den Folgen gestorben. Seit dem bin ich auf der Suche nach Antworten, damit ich wieder ins leben finde. Vielen Dank für deine Seite und dafür das du sehr offen mit allem umgehst. Ich wünsche Dir die Kraft die Sie nicht hatte, weiter zu machen und nie auf zu geben.
lieben Gruß aus Stuttgart
Sven
hallo sven.meine freundin hat auch schwere bulimie.sie ist gerade aus der klinik zurück und ist noch immer sehr krank.dein beitrag macht mir angst.war deine frau noch krank?was genau ist zum schluss gesundheitlich so schlimm gewesen..ich würde mich sehr freuen über eine antwort.danke,alex
Hi, ich finde die Texte echt zutreffend.. gut, dass du diese aufgeschrieben hast.
Ich wünsch dir & deiner betroffenen Freundin alles gute für die Zukunft & hoffe, dass das irgendwie wieder wird..
stay strong &so.
Lg
xs
danke! ich hab mir den oberen text übers bett gehängt und hoffe, dass ich es doch noch ohne krankenhausaufenthalt schaffe!
danke!
Hi!
Ich hatte beide Krankheiten gehabt und bin gottseidank lebend darausgekommen mithilfe von einer Psychologin. Nun studiere ich im 3.Jahr Psychologie und finde Antworten für mein damaliges Verhalten. Aber noch viel wichtiger ist die Gewissheit, dass NIEMAND vollständig genesen kann ohne die Hilfe von Menschen, die davon was verstehen.
Also mein Appell an euch: Wenn ihr eine dieser Krankheiten bei euch selbst oder jemand anderem bemerkt, dann ist professionelle Hilfe unabdingbar.
Ihr denkt jetzt: Ach, das ist nur bei den anderen so, ich habe alles noch unter Kontrolle…NEIN…habt ihr leider nicht mehr, ihr merkt es nur nicht. Bei mir war es auch so.
Und schämt euch nicht für eure Krankheit! Wie gesagt: Es ist eine Krankheit und jeder Kranke braucht Fürsorge und Hilfe.
Vl hilft euch der Spruch:
Man beweist Stärke, wenn man seine Schwächen zugibt.
Falls ihr nicht weiterkommt oder Fragen habt, könnt ihr mir eine Mail schicken.
lg Nat
..oder hier im Forum eine Nachricht hinterlassen.
Hey…
Es ist immer leicht gesagt das man sich nicht schämen muss wenn man an solch einer Krankheit leidet. Menschen die diesen weg durch die “Hölle” nicht selbst gegangen sind verstehen es meist nicht. Man sagt sich jeden Tag morgen hör ich auf aber man schafft es nicht. Ich Kämpfe seid 10 Jahren mit Bulimie. Es ist die reinste Hölle ganz besonders wenn man dann noch kleine Kinder hat. Ich wär froh ich könnte die Zeit zurück drehen an den Punkt wo ich damit angefangen hab. Ich werde weiter gegen ankämpfen und hoffe das ich aus dem Teufelskreis rauskomme. Ich weiß das das ein ganz langer Kampf wird aber ich will irgendwann normal leben und nicht auf raten sterben.
Lg Sina
Ich freue mich so, dass ich diese Seite gefunden hab. Endlich gibt es Menschen, die mich verstehen. Ich bin 13 und habe jetzt seit 2 Jahren Bulimie. Als ich den Text gelesen hab war ich echt geschockt. Ich wusste dass man an der Krankheit sterben kann, aber durch solche persönlichen Erfahrungen merkt man erst, wie real das alles ist. Ich habe so große Angst. Ich versuche wirklich aufzuhören, aber ich schaffe es nicht. Jeden Tag nur Niederlagen. Meinen Eltern kann ich es nicht sagen, dass interessiert sie warscheinlich garnicht. Für sie sind nur meine Noten wichtig. Ich kann nicht mehr…
wie so viele die hier schreiben habe ich das selbe problem.ich finde deine seite einfach super,aber sie macht mir auch angst,weil ich langsam einblicke in diese krankheit bekomme,welche auswirkungen sie haben kann.ich denke immer,es ist doch nicht so schlimm,wenn man alleine ist sich essen reinstopft und es dann wieder raus lässt,oder der mann und die kinder da sind,nach dem essen duschen geht um es wieder los zu werden.ich glaube ich will es mir nicht eingestehn krank zu sein und kann jederzeit damit aufhören,aber irgendwie funktioniert es nicht.mittlerweile mach ich das auch schon seit 8jahren durch,mal mehr,mal weniger,immer versteckt,bis jetzt hat es auch noch niemand mit bekommen,ich trau mich auch nicht zum arzt zu gehen,denn ich hab angst davor das es dann jeder erfährt und vor dem was dann auf mich zu kommt.ich werde aLLEIN WEITER KÄMPFEN UND HOFFEN DAS ICH ES DOCH MAL IN DEN GRIFF BEKOMME:ich wünsche euch allen viel kraft bei der bezwingung aus dem teufelskreis.
es grüßt euch ania…..
wie so viele die hier schreiben habe auch ich das selbe problem.erstmal,ich finde deine seite sehr super,informativ und gut gemacht,aber gleichzeitig macht es mir auch angst,weil mir bis jetzt nicht bewusst war welche auswirkungen dies haben kann.mittlerweile mach ich das ganze nun auch schon seit 9jahren durch,mal mehr,mal weniger.ich dachte ich könnte damit wieder aufhören,hab zeitweise auch geschafft.man nennt es wohl unterdrückung,doch in letzter zeit ist das alles aus den fugen geraten,ich habe depressionen und es geht mir von tag zu tag schlechter.ich warte jeden tag darauf allein zu sein nur um essen zu können um es dann wieder aus kotzen zu können.oder wenn man mit mann und kinder beim abendessen sitzt und danach sofort duschen geht nur um es wieder los zu werden,so das es niemand bemerkt.ich möchte niemenden aus meiner familie damit zur last fallen,auch habe ich angst davor zu einem arzt zu gehen.ich habe angst das es jeder erfährt und davor was dann auf mich zu kommt,ich schäme mich schrecklich dafür.darum schreib ich euch hier,ihr habt alle das selbe problem,ihr versteht mich.ich wollte mir nie eingestehn das ich krank bin,weil ich dachte jederzeit damit aufhören zu können,aber mittlerweile merke ich wie schwach ich doch bin.ich werde allein weiter kämpfen,und hoffen das wir alle irgendwann genug kraft dazu haben diesen teufelskreis zu bezwingen.
viele liebe grüße von
yunali
- Mein Leben lebt nicht mehr -
das ist mir das Letzt mal eingefallen, als ich wieder über alles nachgedacht habe…
Hab seit 11Jahren die Krankheit, aber gestand es mir erst vor kurzen ein krank zu sein.
Werde mein Bestes geben, den ich möchte ein normales Leben führen und den Platz für schöne Sachen freigeben.
Ich Wir und meine unser Familien haben das verdient!!!
Wünsche uns viel Kraft und Liebe
lG Michi
Den ersten und vor allem den zweiten Text könnte ich vor Jahren fast Wort für Wort selbst geschrieben haben (nur Kekse hab ich nie gebacken und den Eimer immer vor Morgengrauen geleert…). Das ist schön und schrecklich zugleich – schön, dass mir jemand aus der Seele spricht und schrecklich, dass andere heute das Gleiche erleiden. Und es macht mir Gänsehaut, obwohl ich nun schon über 12 Jahre nicht mehr erbrochen habe. Ein leicht gestörtes Essverhalten hab ich immernoch – das ist nach 10 Jahren Bulimie mit allen erdenklichen Tiefen wohl nicht mehr zu ändern. Zur Zeit lese ich wieder viel über Bulimie, weil ich mich mit anderen Erkrankungen, die ich damals schon hatte oder die durch die Bulimie erst auftraten bzw. schlimmer wurden, beschäftige. Und das Thema ist plötzlich wieder ganz nah. Ich habe kein Patentrezept, wie man’s raus schafft. Ein wenig locker gelassen habe ich an dem Punkt, als mir klar wurde, dass ich so nicht mehr leben kann (also ganz unten). Und sterben kann ich auch noch dick, dachte ich mir. Es gab danach noch viele Rückschläge und ich habe nie beschlossen, genau jetzt und für immer aufzuhören, sondern mir immer die Hintertür aufgehalten, falls ich’s nicht mehr aushalte. Und durch diese Hintertür, dieses etwas Lockerlassen hat sich dann das Leben wieder reingeschlichen, bis ich keine Zeit und keine Energie mehr für die Bulimie hatte. Und Fressanfälle haben irgendwann nicht mehr geholfen. Der Rausch, die Erleichterung, das Glücksgefühl, überhaupt irgendein Gefühl, das Füllen der inneren Leere – alles, was sie mir bedeutet hatten, hat nicht mehr funktioniert. Ich hab’s zuerst tatsächlich sehr vermisst, denn es dauerte, bis sich die Leere mit echtem Leben füllte. Und eins noch: Ohne professionelle Hilfe (auch wenn die nicht immer und auch nicht sofort spürbar half) hätte ich es nie geschafft. Ich wünsche allen, die auf dieser Seite schreiben und lesen, ganz viel Kraft und dass sie die Hoffnung nie aufgeben. LG Britta
ich bin 13 und habe das selbe problem ich mache das jetzt schon 1/2 Jahre und ich will undbedingd wieder raus aus der Bulemie. Und ich habe Angst es meinen Eltern zu erzählen weil die dann total ausrasten würden. Ich hoffe ihr habt alle di eKraft aufzuhören.
Hallo alle zusammen,
ich habe angefangen zu Kotzen am 24.02.2011 ist noch nicht so lange aber ich übergebe mich sehr oft ich bekomme angst das es auf der Wage mehr sein könnte als noch ne stunde zuvor. Ich will da raus, einfach nur raus, ich kann es keinem sagen niemanden….ich muss es alleine schaffen….ich brauche eure Unterstützung hier online anonym…….ich habe eine kleine Tochter ich muss sehen wie sie groß wird ich muss in ihrem leben dabei sein.
Hallo zusammen…ich habe schon viel im Internet gelesen , nach Fragen und Antworten gesucht…alles ist ziemlich oberflächlich…als ich gerade auf DIESE Seite gestoßen bin, liefen mir die Tränen….mir geht es sehr schlecht..leide seit ca. 6 Jahren an Bulimie…anfangs war es bloß hier und da mal ein übergeben, wenn mich das gefühl geplagt hat etwas zu viel gegessen zu haben.Mitlerweile ist es so schlimm…dass das gefühl SATT zu sein die absolute Hölle ist….ich weiss nicht wie ich da wieder herauskommen soll…jedes mal denke ich…MORGEN mach ich alles anders…aber jede kleinigkeit wirft mich aus der bahn…..und wieder endet es über der toilette….mitlerweile gehts sogar richtig ans Geld….man muss sich ja ständig neue lebensmittel zulegen….mein gesicht ist dermaßen mit Pickeln überseht, (durch die magnsäure mit Essensresten die nach jedem Anfall das Gesicht streift, glasige augen und tierische augenränder, als wenn man am abend einen gehabt hat….juckende und trockende haut….Magenschmerzen….verstopfung….blähbauch….bin so antriebslos…weiss nicht wofür ich jeden morgen noch aufstehe….außer um den ganzen tag zu essen um abends obendrein noch zu fressen um alles wieder auszukotzen…….. ziehe mich komplett zurück…..(habe das hier ist das erste mal, dass ich etwas nieder schreibe…schäme mich…weiss nicht was ich machen soll, wem ich mich anvertrauen kann….niemals könnte ich über die lippen bringen jemandem (auch keinem Arzt oder Psychologen) zu sagen…BITTE HELFEN SIE MIR.ICH LEIDE AN BULIMIE! was kann ich nur tun??? woher nehm ich die Kraft damit schluss zu machen? die Gedanken 24 std nur an kalorien und essen zu denken oder was man sich als nächstes backt oder nicht isst? es ist die reinste hölle….ich will endlich wieder leben….freude haben……liebe grüße…
Du sprichst (schreibst) mir aus der Seele! Das Leben was du führst, führe ich auch seit 2 Jahren… und möchte raus aus dieser Welt..
ES IST ALS HÄLTST DU MIR EINEN SPIEGEL VOR! GENAU DAS IST DAS WOMIT ICH LEBEN MUSS:( TAG FÜR TAG!!!!IMMER WIEDER DIESES MORGEN WIRDS BESSER::::MORGEN WIRD ALLES ANDERS- ALLES GUT:::::NUR UM AM NÄCHSTEN TAG FESTZUSTELLEN; ES GEHT NOCH SCHLIMMER:(
Hallo alle zusammen,
ich bin so machtlos herzzerreißende und surfe überall für die Hilfe für meine Tochter, auch für mich. Sie ist 17 Jahre alte und seite dieser Frühling während Auslandsaustauschzeit hat sie Bulimie im Ausland angefangen. Nach Heimrückkehr im Sommer habe ich sofort bemerkt und denke nicht so schlimm damals. Ich versuche anpassende leichte Nahrungen zu kaufen und kochen damit sie ohne Bedenken ißt und nicht kotzt. Aber alle meine nette Versuche hat nicht viel gebracht. Auch mit ihr direkte Rede endet mit beide Seite Ärger und traurige Schmerzen ohne Ergibness. Seite ein Monat haben wir gemeinsam zwei Beratungen besucht. Wegen Weihnachtszeit und Feiertage nichts wird unternommen. aber die Situation zuhause jetzt ist schlimmer als denn je, tägliche Umgangdialoge gibt es kaum. Sie will uns( mein Mann und mich) beseitigen und nicht sehen. ( Gründe: Zu viel Beschränkungenen – Werktage Internet wird um 22:00 abgeschaltet und 22:00 zuhause sein. Meine Tochter ist fast jeden Tag bis 1:00 nachts noch nicht ins Bett. Wochende spätest Nachts 1:00AM zuhause sein. ) Ich bin sehr zweifelt ob mein Mann und ich ihre schlechter Zusand noch dazu beigeführt haben. Ich bitte hier betroffendeTeenie und Eltern um Ihre Erfahrungen und Vorschläge. Ich will meine Tochter helfen.
Ich wünsche alle Lesen hier harmonische Feiertage !
Elli ( ich entschuldige mich für Schreibfehler )
hey ihr, auch finde mich in den texten wieder… bis auf die kübel, und im keksebacken bin ich echt nicht besonders erfahren. Ich kotze jetzt seit knapp 10 Jahren. Aber ich muss gestehen, dass ich das von euch echt beknackt finde, euch als die armen leidenden zu sehen. Denkt doch mal nach, weiviel gutes essen wir die toilette runterspülen und was wir damit auch an geld vernichten. Ihr spielt hier die eingeschworene Gemeinschaft, die vom Rest der Welt nicht verstanden wird. Aber natürlich nicht, wie soll man uns verstehen… Man wir sind das Spiegelbild der Konsumgesellschaft… und dabei echt abartig!!!! Klar schmerzt mein Bauch und mein Hals, da gehts ja au zu wie auf der Autobahn…. aber woanderst verhungern kleine Kinder und schieben ihre Bäuche vorsich her. Wie muss das denen erst weh tun. Und wir wissen nicht wann wir den scheiß wieder kotzen können. Und Ihr jammert?
Ich schäme mich so dafür, weil ichs nicht lassen kann. Aber jammern? ich bin doch schuld! und niemand sonst!
Und genauso zwingt euch keiner dazu. Und wer soll euch denn helfen, außer ihr selbst!
Lg
Hallo liebe Schicksalsfreunde,
ich liege mit meinem Laptop im Bett und wollte eigentlich nur Informationen aus dem Netz sammeln, ob meine Schmerzen an der Brust (die ich jeden Abend habe, seit dem ich Bulimie erkrankt bin ) gefährlich sind.. bin dann auf diese Seite gestoßen, die ich wirklich sehr toll finde. Wirklich wahr, aber seit einer Stunde bin ich ziemlich nachdenklich geworden..
Ich bin 22 Jahre alt und leide seit 2 Jahren an Bulimie, davor ein Jahr lang an magersucht gelitten.. habe mit einer Therapie vor einem Monat begonnen, welche ich nach der 5ten Besprechung beendet habe.. hatte das Gefühl der Mensch gegenüber würde mich nicht verstehen und es würde sich nichts an meinem Leben ändern. Nun bin ich an einem Punkt, wo ich denke, ich muss was ändern, ich habe keine Kraft mehr auf diese Art und Weise des Lebens.. möchte jeden Tag selber etwas ändern, aber geht einfach nicht, klappt nicht.. und jeden Abend kriege ich einen Wutanfall, warum ich es nicht schaffe..
Ich lese hier, dass einige von euch seit 10-15 Jahren schon darunter leiden und bin wirklich leicht erschreckend, da ich micht nach den 2 Jahren wirklich manchmal schon frage, wie lange es mein Körper mitmachen wird, da ich die Nebenwirkungen sehr stark spühre.. in erster Linie, jede Nacht ist es eine qual einzuschlafen.. im moment funktioniert dieses bei mir nur mit Baldrian..
Ich wünsche uns alles viel erfolg..
Liebe Grüße
hey
ich habe auch schon seit etwas längerer zeit,bulimie.ich bin 14 jahre alt und komme damit nicht so gut klar.mir gehts überhaupt nicht gut.ich habe zu nichts kraft,zu nichts lust.ich esse jeden tag nur sehr wenig,und wenn ich was esse,kotze ich es wieder aus.meine mum fragt mich auch dauernd,ob ich abnehmen will usw.jedes mal sage ich denn:nein!ich kann ihr das einfach nicht sagen.alle wollen mir helfen,aber ich kann mir nicht eingestehen,dass ich krank bin.ich sag mir immer,dass ich damit aufhöre,wenn ich will.aber will ich denn?nein!aber irgendwie doch.ich bin voll fertig mit den nerven.
ich hoffe,dass wir es irgendwann alle schaffen,damit aufzuhören
LG und viel Erfolg
Hallo,
ich bin erleichtert dass ich nicht die Einzige bin die so krankhaft denkt und sich so verhält.. ich habe seit ca. einem dreiviertel Jahr Bulimie. Anfangs habe ich ca 5 Kg abgenommen und war auch bei einer Ernährungsberaterin und und und.. aber das hat alles nichts gebracht. ich habe immer wieder phasen in denen ich mich jeden Tag bis zu 3x übergebe und FA’s habe. Ich wünschte es hätte alles nie angefangen.. ich wog mein ganzes Leben 55 kg bei 170cm und hatte die perfekte figur. dann fühlte ich mich zu dick, durch die medien, durch dünnere menschen und begann damit.. jetzt wiege ich 60. immernoch nicht dick, aber ich fühle mich schrecklich und will einfach nur wieder normal leben!!!
krass…ich hätte nie gedacht, dass es so vielen Menschen so wie mir geht. Auf so vielen Internetseiten und Foren ließt man, dass man sich hilfe holen soll und unbedingt in Therapie, aber so leicht ist das alles nunmal nicht. Ich habe zum Beispiel immer wieder das Gefühl ich könnte mein Leben nicht mehr vortsetzen, wenn jemals jemand etwas davon erfährt. Das ist alles so hart für mich. Ich bin 20 und habe es seit knapp 5 Jahren. Anfangs war ich stark übergeichtig und habe täglich eine Mahlzeit gegessen und dieser wieder übergeben. So hab ich einiges abgenommen. Aber inzwischen bin ich soweit, dass ich wie in dem oberen Text beschrieben mehrmals täglich einkaufen gehe und nie etwas davon im Magen behalte. Ich versuche immer wieder es zu lassen, aber ich weiß schon garnicht mehr was ein normales essverhalten ist. Wenn ich es jedoch mal ein Tag ohne Übergeben aushalte, bin ich stolz…leider vergeht dass dann auch relativ schnell wieder. Es macht mein Leben Kaputt. Ich lebe schon lange nicht mehr. Ich muss mir einen Job suchen, um meine Sucht zu finanzieren, Ist das nicht traurig? Ich verstehe den sinn meines daseins schon lange nicht mehr und gebe es meine Mutter nicht, der so viel an meinem Erfolg liegt, hätte ich schon lange aufgegeben. Ich weiß wirklich nicht ob ich es jemals schaffen werde normal zu sein. Leute haltet durch und gebt alles, damit ihr es schafft wieder normal leben zu können, Und nicht in stendiger Angst. Ich glaube an jeden einzelnen von euch. Wir dürfen uns nicht unterkriegen lassen.
Käpft!!!! Es geht um unser Leben. Liebe grüße